in Gletscherspalten greifen

“Die Situation bestimmt den Sinn einer Handlung, nicht die Absicht der
Urheber” – unsichtbares Komitee

In diesem Kurs wird gelesen, debattiert und vor dem Hintergrund der
jeweils eigenen Mittel und alltäglichen Rahmensituationen mit den
Gletscherspalten zwischen Theorie und Praxis experimentiert.
Er beschäftigt sich mit zwischenmenschlichen Kommmunikationsstrukturen,
die sich in Regeln, Normen und Konventionen äussern und fragt, wie sich
diese mit spielerischen und künstlerischen Methoden brechen und
beeinflussen lassen.
Dies geschieht anhand der gemeinsamen Analyse von Schnittstellen wie der
Kommunikationsguerilla, Games, Memes, Audiowalks und Ethereum Contracts,
sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit Sprechakttheorie,
Geschichtsschreibung, Chaosmagie, Narration und Spieltheorie.
So werden praktische und theoretische Perspektiven an den Schnittstellen
von Kunst und Aktivismus, Utopie und Realität, digitalem und sozialem
Raum beleuchet und verhandelt.
Unabhängig vom konkreten künstlerischen Output (aka Form) wird
prozessorientiert reflektiert, diskutiert und ausprobiert, wo in
verschiedene Realitäten eingegriffen werden kann und wie neue entstehen
können.
der Kurs verknüpft kritische Theorie mit Kunst da, wo sie auf den Alltag
trifft und politisch wird. er erfordert deshalb die Bereitschaft aller
Beteiligter, die eigenen Skillsets für künstlerische Forschung zu
nutzen, Haltung zu aktuellen Geschehnissen zu beziehen und diese
Skillsets und Haltung immer wieder gegeneinander, die gelebte Realität
und den künstlerischen Aktionsradius abzugleichen.
Textmaterial wird zu Beginn des Kurses zur Verfügung gestellt und ist ab
da verhandelbar.

Seminar an der HfbK, ab dem 12. Oktober jeden zweiten Donnerstag von 14:00 bis 18:30, Raum 213 (erste Sitzung: Raum 229).

grob umfasste Literatur:

– Handbuch der Kommunikationguerilla (gruppe A.F.R.I.K.A)
– How to do things with words (j.l. austin)
– the tyranny of structurelessness (jo freeman)
– the cardinal rites of chaos (circle of chaos)
– das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischer Reproduzierbarkeit (walter benjamin)
– language, counter-memory, practice (Foucault)
– Utopia of Rules (d. graeber)
– Kollaboration (Mark Terkessidis)
– Die Schülerschule (scuola die barbiana)

 

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